Die Weltmarken unseres Landes laden zum sinnlichen Erleben ein
Es gibt hessische Marken, die schaffen etwas ganz Außergewöhnliches: Menschen in aller Welt haben sofort ein bestimmtes Bild im Kopf, wenn ihr Name fällt. Diesen Weltmarken eilt ihr guter Ruf voraus, den sie sich mit ihren innovativen Ideen und bewundernswerter Ausdauer erarbeitet haben. Einige dieser erfolgreichen Unternehmen „Made in Hessen“ öffnen ihre Türen und laden Dich ein, ihnen mit allen Sinnen zu begegnen.
Henkell Sekt: Das Leben feiern

Unsere Reise zu den Markenlieblingen aus Hessen beginnt in Wiesbaden-Biebrich: Dort steht das bis 1909 erbaute Schloss Henkell, repräsentativer Sitz des Unternehmens und Produktionsort der Henkell Freixenet Sektkellerei. Inspiriert wurde der klassizistische Bau von den Chateaus der französischen Champagne, und tatsächlich kannst Du Dich hier ein wenig in eine andere Welt versetzt fühlen. Ganzjährig lädt das Henkell-Team zu Kellereiführungen und Verkostungen ein. Wie wäre es zum Beispiel mit der „Celebrate Life“-Tour: Die Führung macht das traditionelle Sekt-Handwerk erlebbar. Gäste erfahren, wie genau aus ausgesuchten Trauben ein prickelnder Sekt wird, wie es im imposanten Marmorsaal und im sieben Stockwerke tiefer gelegenen Weinkeller aussieht — Verkostung der feinen Tropfen inklusive. Ein Höhepunkt im Jahr ist der mittlerweile weithin bekannte Sekttag im Mai: Bei freiem Eintritt feierst Du in ungezwungener Atmosphäre die Freude am Leben — mit Livemusik, Foodtrucks, Sekttastings und Führungen durch das Schloss.
Thonet: Designikonen mit Sammlerwert

Was macht ein Möbelstück zu einem Designobjekt? Einer der wohl besten Orte, um dieser Frage auf den Grund zu gehen, liegt im nordhessischen Frankenberg: Dort hat die Firma Thonet ihren Sitz, die in den 1850er-Jahren nicht weniger als eine Revolution des Einrichtungsmarkts schaffte:
Gründer Michael Thonet perfektionierte das Biegen von massivem Holz und kombinierte diese innovative Technik mit einer neuen, schlichten Ästhetik. Ergebnis war der ikonische Stuhl Nr. 214, auch als Wiener Caféhaus-Stuhl bekannt, der sich allein bis 1930 über 50 Millionen Mal verkaufte. Bis heute wird er in Frankenberg hergestellt. Zu den Verkaufsschlagern des Unternehmens zählten später auch die Stahlrohrmöbel im Bauhausstil, gestaltet von Designern wie Mies van der Rohe oder Marcel Breuer. Heute laden am Firmensitz in Frankenberg ein Showroom und ein Museum Designbegeisterte ein, das Lebenswerk von Michael Thonet und seinen Nachfolgern zu entdecken. Es eröffnen sich faszinierende Einblicke in die Entstehung der weltberühmten Designs, in die Industriegeschichte des 19. Jahrhunderts sowie den unternehmerischen Weitblick der Familie Thonet.
Übrigens: Wer selbst auf der Suche nach klassisch-modernen Einrichtungsstücken ist, sollte sich einen Besuch im Werksverkauf nicht entgehen lassen: Dort bietet sich so manche Chance, Ausstellungsstücke zu reduzierten Preisen zu ergattern.